Letztens bekam ich nach der Neuinstallation eines Terminalservers unter Windows 2012 R2 die Fehlermeldung: Die Datei ist beschädigt und kann nicht geöffnet werden. Diese Meldung bekamen alle angemeldeten Besucher, sobald sie eine bereits vorhandene MS-Office Datei öffnen wollten. Unter dem Administrator-Account konnte ich diesen Fehler nicht reproduzieren, wodurch ich natürlich gleich in Richtung fehlende Berechtigungen dachte. Dass die Ursache jedoch nicht auf Windowsebene liegt, sondern an den Sicherheitseinstellungen von Office 2013, wäre jetzt nicht unbedingt mein erster Gedanke gewesen.



Die Datei ist beschädigt und kann nicht geöffnet werden

Wie so oft, lässt sich mit dem Wortlaut dieser Fehlermeldung nicht viel anfangen. Jedenfalls ist der erste Teil ziemlich irreführend, denn beschädigt waren die Dateien jedenfalls nicht. Mit dem Administratorkonto ließen sich sämtliche Officedateien problemlos öffnen. Demzufolge sollte die Meldung eigentlich „Die Datei kann nicht geöffnet werden“ lauten. Wie bereits erwähnt, schaute ich mir zunächst die Sicherheitsbeschreibungen der betroffenen Dateien und Ordner an, entdeckte hier aber keine Fehlkonfigurationen. Da es sich um ein bislang selbstadministriertes System eines Kunden handelte, überprüfte ich auch die Vorgehensweise, wie bei den Benutzern der Zugriff auf die Daten hergestellt wird. Dieses erfolgte per Loginskript – und genau in diesem lag der Fehler.

Die Datei ist beschädigt und kann nicht geöffnet werden

Die Datei ist beschädigt? Mit dieser Meldung lässt sich zunächst nicht viel anfangen

Sämtliche Dateien der Microsoft Office Anwendungen  wurden in Serverfreigaben gespeichert, welche wiederum am Client als Laufwerk verbunden waren. Diese Servernamen waren im Office unter „Vertrauenswürdigen Speicherorte“ eingetragen und auch das Kontrollkästchen „Vertrauenswürdige Speicherorte im Netzwerk zulassen“ war aktiviert. Innerhalb des Loginskriptes wurden die Freigaben allerdings mit der IP-Adresse, statt dem Servernamen verbunden, was dazu führte, dass Office diesen Pfad als NICHT vertrauenswürdig einstufte und den Zugriff ablehnte. Nachdem ich die IP-Adressen im Loginskript auf die Servernamen umgestellt hatte, funktionierte der Dateizugriff unter Office wieder.

Da es die „vertrauenswürdigen Speicherorte“ bereits etwas länger gibt, nehme ich an, dass diese Meldung unter dieser Konstellation auch in Office 2007 und Office 2010 erscheint.

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René Albarus

René Albarus

Ich heiße René Albarus und bin seit 2002 beruflich im Bereich der Systemadministration tätig. Da auch ich einen Teil meines Wissens IT-Blogs im Internet verdanke, ist es für mich selbstverständlich, dass ich Lösungsansätze und Anleitungen in diesem Blog weitergebe.
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Letzte Aktualisierung am 18.02.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

2 Kommentare
  1. Rina sagte:

    Genau das gleiche Problem scheine ich gerade auch zu haben. Es gibt drei Benutzer des Office-Accounts, aber nur mit einem kann ich aktuell bestehende Excel-Dateien öffnen.
    Leider sagt mir die Fehlerbeschreibung und Problembehebung hier nichts. Wäre eine Amateur-Anleitung zur Behebung dieses Fehlers vielleicht möglich? ;)

    Antworten
    • René Albarus sagte:

      Hallo Rina,

      öffnest Du die Dateien auch von einem Netzlaufwerk? Wenn nicht, dann hilft Dir diese Lösung hier leider nicht.
      Wenn ja, so kannst Du die Netzlaufwerke, bzw. deren IP-Adressen in den „vertrauenswürdigen Speicherorten“ hinterlegen. Eine Anleitung dazu findest Du hier.

      Antworten

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